Mein perfekter Businessplan – was gehört rein?


Businessplan InhaltWer sich eine eigene Existenz aufbaut und Gründer wird, sollte zuvor einen guten Businessplan ausarbeiten, denn die Erfolgsquote liegt hiermit wesentlich höher. Das hat unter anderem damit zu tun, das man sich bereits beim Businessplan erstellen intensiv mit der eigenen Existenzgründung beschäftigen muss.

Bei Ihren Recherchen werde Sie über eine ganze Reihe von Businessplan Vorlagen stolpern.  Die meisten unterscheiden sich nur bei der Gliederung oder der Benennung der einzelnen Punkte, inhaltlich bleibt es aber bei den gleichen Schwerpunkten. Grundsätzlich lässt sich ein Businessplan mit Hilfe wie wir sie hier bieten kostenlos erstellen, allerdings hängt dies von Ihrer verfügbaren Zeit und Ihren kaufmännischen Vorkenntnissen ab.

Ein typischer Geschäftsplan hat folgende Punkte:

Executive Summary

Eine Executive Summary (Zusammenfassung) ist eine kurze Zusammenfassung aller Gliederungspunkte und deren Kernaussagen. Diesen Teil des Businessplans erstellt man daher erst ganz zum Schluss. Die Zusammenfassung sollte sich auf 1-2 Seiten beschränken.

Die Gründerpersonen

Hier werden kurz der/die Gründer vorgestellt. Zudem sollte darauf eingegangen werden, welche Kompetenzen diese mitbringen und was deren Aufgabe sein wird.

Das Produkt / die Dienstleistung

Wie die Überschrift schon verdeutlicht, geht es hier um ihr Angebot. Sei es nun ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung, hier ist der Platz um Ihre Leistung vorzustellen. Dabei sollten Sie neben den einzelnen Leistungsmerkmalen des Produkts vor allem auch auf den Nutzen aus der Kundenperspektive eingehen.

Wettbewerb

Wer seinen Businessplan erstellt, sollte sich auch eingehend mit dem Thema Wettbewerb und Absatzmarkt beschäftigen, schließlich hängt der Erfolg Ihres Unternehmens genau hiervon ab.

Marketing


Ohne Werbung wird auch die beste Geschäftsidee keinen Erfolg haben. Zu beachten sind vor allem die großen „4 P’s“ des Marketing-Mix: Produkt, Preis, Platzierung (Distributionskanal) und Promotion. Hier gilt es jeweils Strategien auszuarbeiten, die auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Einfaches Beispiel: Sie beabsichtigen eine Iphone App für Nightlife Tipps zu vermarkten und haben die 18 bis 25-jährigen als Kernzielgruppe definiert. Für eine optimale Vermarktung (Marketing-Mix) an dieses Publikum wählen Sie einen möglichst günstigen Preis (Monetarisierung muss dann z.B. über Werbepartner erfolgen), als Distributionskanal wählen Sie den Apple Store und bei der Promotion fokussieren Sie sich ausschließlich auf starke PR und Social Media Kampagnen.

Organisation

Wer nicht organisiert vorgeht, bleibt auf der Strecke – daher gilt es eine gut durdachte Gliederung aufzustellen; das gilt übrigens auch für die zukünftigen Mitarbeiter. Je nach Unternehmensgröße sollten Sie hier auch ein kleines Organigramm erstellen, wo die wesentlichen Teammitglieder aufgeführt sind.

Rechtsform

Ein sehr wichtiger Punkt: Vor der Existenzgründung sollten Sie sich gut überlegen, welche Rechtform gewünscht bzw. möglich ist. Um sich hier weiter zu informieren ist insbesondere die IHK Ihre erste Anlaufstelle.

Risiken / Chancen

Auch wenn man es bei der Ausarbeitung der eigenen Geschäftsidee am liebsten nicht beachten würde, mit möglichen Risiken muss gerechnet werden. Derjenige, der sich hier im Vorfeld über „Worst-Case“ und mögliche Konsequenzen Gedanken gemacht hat, ist klar im Vorteil und kann überlegter reagieren wenn mal etwas nicht so klappt.

Finanzen

Hier sollen Sie Ihre Idee in Zahlen darstellen. Dies verschafft Ihnen, jedoch vor allem auch potenziellen Geldgebern, einen  Überblick über die Finanzlage des Unternehmens.

Anlagen

Abschließend haben Sie in der Anlage Platz für Erläuterungen, Darstellungen, Vertragsbeispiele, Lebenslauf, Analysen, Info zur Branche etc.

Ein guter Businessplan macht also durchaus Sinn, vor allem wenn Sie noch Kapitalgeber zu überzeugen haben oder Fördermittel beantragen. Hier finden Sie viele wertvolle Tipps, wie Sie Schritt für Schritt Ihren eigenen Businessplan ausarbeiten. Eine weitere Option ist eine Gründungsberatung – beispielsweise über die IHK. Zum einen besteht hier die weitere Möglichkeit für Informationen rund ums Thema, zum anderen wird Ihnen ein Berater bei wichtigen Fragen mit Rat zur Seite stehen.

Wer gar nicht vom Fach ist aber trotzdem vor der Gründung einen Businessplan erstellen möchte, kann hierfür auch einen Unternehmensberater beauftragen. Nach einer eingehenden Beratung können Sie sich hier von Experten Ihren Businessplan erstellen lassen. Die Kosten sind je nach Anbieter unterschiedlich. Wichtig: Bevor man einen Experten beauftragt, sollte man sich in jedem Fall über bestehende staatl. Förderprogramme informieren. Hier bestehen sehr gute Möglichkeiten, sich einen wesentlichen Teil dieser Beratungskosten erstatten zu lassen. Da es für die Nutzung dieser Fördermittel allerdings gewisse Regeln gibt – z.B. Beantragung der Mittel vor Beratungsbeginn oder Förderung nur bei ganz bestimmten Beratungspartnern – informieren Sie sich unbedingt bereits im Vorfeld über Fördermöglichkeiten bei Existenzgründung.

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